EINE ANTWORT AUF DIE AKTUELLE SITUATION
Klimawandel und Energiepreise sind die Schlagwörter am Anfang des 21. Jahrhunderts. Und sie werden uns noch weitere Jahre beschäftigen. Und zwar damit, wie wir Menschen unsere Anworten darauf finden.
Bei unseren Planungen haben wir deshalb immer das große Ziel, das Gebäude weitgehend unabhängig zu gestalten, von Gas, Öl oder anderen Energien, die Geld kosten. Wie das geschehen kann, hängt von der Gebäudearchitektur, dem Standort und nicht zuletzt von den Wünschen der künftigen Bewohner ab.
Ein möglicher Standard ist das Passivhaus. Es kommt im Sommer und im Winter ohne Heiz- und Klimasystem aus. Der Durchschnittsverbrauch an Heizenergie liegt unter 15 Kwh pro m² und Jahr. Es muss aber nicht immer ein zertifiziertes Passivhaus sein. Wichtig ist, abgelöst von vorgegebenen Heizwärmebedarfen, diese weitgehend unabhängig zu decken, z.B mit Sonnenenergie.
Erreicht wird dies durch hohe Wärmedämmung und optimaler Nutzung von Wärmegewinnen aus Sonne und internen Quellen. So einfach dies klingen mag, so einfach ist es auch. Es bedeutet nämlich nicht, dass dies nur durch High-Tech zu erreichen ist. Stattdessen erfordert die Baukonstruktion ein hohes Maß an sorgfältiger Ausführung um Wärmebrücken zu vermeiden.
Bei der Gebäudeplanung ist die Orientierung und eine ausgeklügelte Verschattung ein wichtiger Bestandteil, wobei wir hier besonders darauf achten, dass die Logik der Gebäudearchitektur nicht einer banalen Funktion unterworfen wird. Für die Verglasung der Fensterelemente und auch für die Fensterrahmen selbst bestehen hohe Anforderungen an die Wärmedämmung bei gleichzeitigem hohen Durchgang von Sonnenenergie.
Zur Restwärmeerzeugung werden kleinste Heizanlagen verwendet, z.B. Wärmepumpen, die aus Erdwärme, Umgebungsluft oder Sonnenkollektoren erzeugen. Diese können auch gleich zur Erwärmung der Zuluft eingesetzt werden. Denn eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ist bei Passivhäusern durch die hohe Anforderung an die Luftdichtheit ohnehin erforderlich.