VORGEHEN MIT SACHVERSTAND
Die Schimmelpilzbildung ist sozusagen eine Krankheitserscheingung des Gebäudes - so wie der menschliche Körper krank werden kann. Und genauso gehen wir damit um. Es reicht eben nicht aus, sinnlos zu dämmen, pausenlos zu lüften oder übermäßig zu heizen. Eine Beseitigung des Schimmels alleine mit Schimmel-Gift kommt der Behandlung des Menschen mit Antibiotika gleich. Der Einsatz dieser Mittel sollte sorgfältig überlegt sein.
Wir versuchen zunächst, uns das Gebäude und die Nutzung vertraut zu machen. Dazu müssen wir viel erfahren, über die Wohn- und Lüftungsgewohnheiten und auch über getätigte Sanierungen, neue Boden- oder Wandbeläge, oder die Änderung der Bewohneranzahl. Auch uralte Fakten, die aus der Bauzeit stammen, können für uns sehr aufschlussreich sein, wenn wir die Bausubstanz prüfen müssen.
Messungen von Feuchte, Temperaturen im und auf den Bauteilen gehören ebenso dazu, wie die Analyse mit unserer Wärmebildkamera. Damit finden wir nicht nur Wärmebrücken, sondern auch undichte Rohrleitungen und feuche Wände. Um das Nutzerverhalten zu dokumentieren, setzen wir auch unser Langzeit-Klimamessgerät ein.
Je nach Schimmelerscheinung kann es erforderlich werden, dass wir Proben entnehmen und diese mykologisch untersuchen lassen. Um herauszufinden, welche Schimmelgattung, in welcher Konzentration sich wie tief im Baustoff befindet. Das ist manchmal für die Erstellung des Sanierungskonzept von Wichtigkeit.