BEISPIEL WÄRMEBRÜCKE
Neben weiteren Schimmelpilzbildungen in einer vermieteten Wohnung zeigte sich besonders im Eckbereich des Schlafzimmers starken Befall. Es handelte sich hierbei um eine klassische Wärmebrücke, die durch falsches Nutzerverhalten (volle Möblierung, hohe Badfeuchte, falsche Ablüftung) ergänzt wurde. In diesem Zusammenhang war es erforderlich, die Wirkung verschiedener Arten der Wärmebrückendämmung aufzuzeigen: 1. Dämmung der Kellerdecke von unten, oder/und 2. Wärmedämmung der Fassade von außen. Wir konnten die Situation dem Vermieter mit unserem Isothermenprogramm verdeutlichen.
Wird nur eine Kellerdeckendämmung angebracht, dann kann sich die Ecksituation sogar verschlechtern, da die Schwachstelle Wand-Boden nicht mehr wie vorher mit -wenn auch geringen- Wärmemenge vom Kellerraum versorgt wird. Die Betondecke wäre vollständig der kalten Aussenluft ausgesetzt und würde noch schneller unterkühlen als vorher. Dies ist ein klassisches Beispiel für eine gut gemeinte Dämmung, mit der letztendlich eine Verschlechterung herbeigeführt werden kann. Erst wenn stirnseitig gedämmt wird, kann die Kellerdeckendämmung sinnvoll werden.
